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Terrarium
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Größe
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Ein Ritteranolis-Pärchen benötigt ein relativ großes Regenwaldterrarium mit der Mindestgröße von 100 X 60 X 120cm. (LXBXH). Ein Grund, warum Ritteranolis als relativ aggressiv gelten, kann sein, dass sie üblicherweise in zu kleinen Becken gehalten werden. Haben die Tiere den Eindruck, dass die Möglichkeit zur Flucht bestünde, nützen sie diese nicht mehr zwangsläufig, d. h. sie werden dann viel umgänglicher. Es empfiehlt sich also, das Terrarium so aufzustellen, dass es idealer Weise bis unter die Zimmerdecke reicht, da sich die Tiere umso ruhiger verhalten, je höher ihre Position gegenüber dem Pfleger ist.
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Ausstattung
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Da Anolis equestris in der Natur in den Kronen großer Bäume lebt, braucht er kräftige Äste, auf denen er herum klettern kann. Die Äste sollten mindestens den Umfang der Tiere selbst haben, damit sie sich dahinter verstecken können. Damit sich die Tiere gut festhalten können, sollten die Äste nicht geschält sein und noch Rinde haben. Es können auch künstliche Wärmeäste angebracht werden (siehe Tipps & Tricks). Das Terrarium kann mit robusten Rankpflanzen bepflanzt werden. Man kann auch einen Fikus im Terrarium wachsen lassen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass vor allem die oberen Bereiche des Beckens nicht zu stark bewachsen sind, da die Tiere undurchdringliches Dickicht meiden. Wohnhöhlen aus Kork werden auch sehr gerne als Versteckmöglichkeit genutzt. Als Bodengrund empfiehlt ca. 10cm tiefer Kokoshumus oder düngerfreie Pflanzenerde, welche gut feucht gehalten werden sollte. Diese wird dann auch von den Weibchen als Legemöglichkeit verwendet.
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Heizung & Licht
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Für die Beleuchtung des Terrariums empfehlen wir ein bis zwei T5 Neonröhren. Als UV-Quelle können ein oder mehrere Kompakt UV-Lampen verwendet werden, welche man in verschiedenen Positionen hängend im Terrarium anbringen kann. Diese müssen mit einem Hitzeschutzgitter umgeben werden. Das Hitzeschutzgitter hat zweierlei Funktionen. Einerseits dient es natürlich dazu, dass sie die Tiere nicht an der Lampe versehentlich Verbrennungen zufügen können, andererseits nutzen es die Tiere, um sich daran zu hängen, damit sie sich optimal an der Lampe wärmen zu können. Eine andere Möglichkeit der UV Bestrahlung ist Lucky Reptile Halogen Bright Sun Jungle 70 Watt. Mehrere dieser UV-Licht -abgebenden Spotstrahler können an der Terrariendecke angebracht werden, um Sonnenplätze zu erzeugen. (Ebenfalls Hitzeschutzgitter davor anbringen)
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Klima
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Temperatur
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Die oben beschriebe Art von Beleuchtung reicht normalerweise auch als Wärmequelle aus. Wir empfehlen eine Basistemperatur von 28°C, gemessen im oberen Drittel des Beckens. Die Temperaturen können an den Sonnenplätzen um die 40°C haben. Die Temperatur in den Versteckplätzen (z. B. Korkröhren sollte wenn möglich kühler als 28°C sein. (Wie immer auf Temperatur-Bereiche achten). Nachts kann die Temperatur bis auf 18-20°C absinken. Verschiedene Temperatur Bereiche sind wie bei allen Reptilien von größter Wichtigkeit.
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Feuchtigkeits- bedürfnis/Trinken
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2-4x am Tag sollte die Luftfeuchtigkeit hoch sein, d. h. bei ca. 70-80%. Dies kann durch manuelles Sprühen oder durch eine Beregnungsanlage erzielt werden. Die mittlere Luftfeuchtigkeit sollte ca. bei 60% liegen. Zusätzlich kann auch ein Vernebler angebracht werden. Hierbei muss jedoch auf Hygiene geachtet werden, sonst wird er zur Bakterienschleuder. Die Tiere haben einen vergleichsweise hohen Flüssigkeitsbedarf und decken diesen nicht durch Trinken aus Wasserschalen. Die Tiere nehmen die Flüssigkeit, die sie benötigen, auf, indem sie tropfendes Wasser lecken. Hierbei empfiehlt sich, eine Tropfanlage im Terrarium zu installieren. Wir sind jedoch dazu übergegangen, den Tieren mindestens 3x wöchentlich Wasser aus der Pipette anzubieten, welches auch begierig angenommen wird (siehe Reptiliengesundheit). Bei zu beringer Luftfeuchtigkeit kann es insbesondere zu Häutungsproblemen an den empfindlichen Saumfingern kommen. Dazu mehr im Punkt Reptilien- gesundheit/Fußpflege.
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Nahrung
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Die Tiere fressen alle Arten von Futterinsekten wie z. B. Heuschrecken, Grillen und Schaben. Ab und zu können auch nestjunge Mäuse angeboten werden. Auch kleingeschnittene Hühnerherzen (angegart in der Mikrowelle) werden gern genommen. Die Tiere lieben Banane und anderes süßes Obst. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass diese Nahrung nicht zu oft gegeben wird, da sich nachweislich (wissenschaftliche Studien) Fruchtzuckergehalt auch stark auf die Vermehrung von Flagellaten und anderen Darmparasiten auswirkt (siehe Reptiliengesundheit). Das Fleisch bzw. die Insekten werden mit geriebener Sepiaschale bzw. Vitaminpräparat bestäubt. Dies ist wichtig für den Vitamin bzw. Mineralstoffhaushalt der Tiere. Sepiaschale ist auch sehr wichtig für das ausgeglichene Kalzium-Phosphor Verhältnis der Nahrung. Dazu mehr im Punkt Reptiliengesundheit/ Nahrung.
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Innerartliche Vergesellschaftung
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Paarhaltung
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Im Frühjahr ist der Paarungsdruck seitens der Männchen extrem hoch. Um die Weibchen zu schützen, gibt es kein Patentrezept, d. h. wie so oft ist auch hier die Beobachtung der Pfleglinge unerlässlich. Ein Richtwert für die Vergesellschaftung ist 1,2 (siehe auch Vergesellschaftungsmethoden der Rubrik Tipps und Tricks). Signal dafür, dass ein Weibchen vorübergehend vom Männchen getrennt werden muss, sind blutige Schnauzen, weil die Tiere versuchen, aus dem Terrarium zu gelangen, Verletzung durch Beißereien, ständige Schwarzfärbung (Stressfärbung) der Weibchen, Futterverweigerung bzw. Abmagerung, permanenter Aufenthalt im Versteck usw. Wird ein solches Verhalten über einen längeren Zeitraum beobachtet, sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen (siehe Tipps & Tricks). Ignorieren von Stress-Symptomen oder verspätetes Eingreifen kann fatale Folgen haben (siehe Reptiliengesundheit).
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