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Terrarium
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Größe
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Ein Chamaeleolis barbatus-Pärchen benötigt ein Regen- waldterrarium mit der Mindestgröße von 80 X 60 X 100cm (LXBXH). Da Chamaeleolis barbatus in der Natur solitär leben, kann es sein, dass eine Paarhaltung nur für eine Zeit von einigen Monaten im Jahr möglich ist (siehe innerartliche Vergesellschaftung / Paarhaltung).
Sie bewohnen in der Natur die Stämme und Äste großer Bäume. Daher ist es von Vorteil, das Terrarium möglich hoch aufzustellen.
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Ausstattung
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Die Tiere brauchen im Terrarium kräftige Äste, auf denen sie gut klettern können. Die Äste sollten mindestens den Umfang der Tiere selbst haben, damit sie sich dahinter verstecken können. Damit sich die Tiere gut festhalten können, sollten die Äste nicht geschält sein, also noch Rinde haben. Eine Terrarienrückwand aus Kork wir natürlich ebenfalls gerne zum Klettern verwendet. Das Terrarium kann mit robusten Rankpflanzen bepflanzt werden. Man kann auch einen Fikus im Terrarium wachsen lassen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass das Becken nicht zu stark bewachsen ist, da die Tiere als Stamm- und Ast-Bewohner undurchdringliches Dickicht meiden. Wohnhöhlen aus Kork werden auch sehr gerne als Versteckmöglichkeit genutzt. Als Bodengrund empfiehlt ca.10cm tiefer Kokoshumus oder düngerfreie Pflanzenerde, welche gut feucht gehalten werden sollte. Diese wird dann auch von den Weibchen als Legemöglichkeit verwendet.
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Heizung & Licht
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Für die Beleuchtung des Terrariums empfehlen wir eine T5 Neonröhre. Als UV Quelle können ein bis mehrere Kompakt UV Lampen verwendet werden, welche man hängend im Terrarium anbringen kann. Diese müssen mit einem Hitzeschutzgitter umgeben werden. Das Hitzeschutzgitter hat zweierlei Funktionen. Einerseits dient es natürlich dazu, dass sie die Tiere nicht an der Lampe versehentlich Verbrennungen zufügen können, andererseits nutzen es die Tiere, um sich daran zu hängen, damit sie sich optimal an der Lampe wärmen zu können. Eine andere Möglichkeit der UV Bestrahlung ist Lucky Reptile Halogen Bright Sun Jungle 70 Watt. Mehrere dieser UV Licht -abgebenden Spotstrahler können an der Terrariendecke angebracht werden, um Sonnenplätze zu erzeugen. (Ebenfalls Hitzeschutzgitter davor anbringen)
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Klima
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Temperatur
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Die oben beschriebe Art von Beleuchtung reicht normalerweise auch als Wärmequelle aus. Wir empfehlen eine Basistemperatur von 26°C, gemessen im oberen Drittel des Beckens. Die Temperaturen können an den Sonnenplätzen um die 35°C haben. Die Temperatur in den Versteckplätzen (z. B. Korkröhren sollte wenn möglich kühler als 26°C sein. (Wie immer auf Temperatur-Bereiche achten). Nachts kann die Temperatur bis auf 18-20°C absinken. Verschiedene Temperaturbereiche sind wie bei allen Reptilien von größter Wichtigkeit.
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Feuchtigkeits- bedürfnis/Trinken
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2-4x am Tag sollte die Luftfeuchtigkeit hoch sein, d. h. bei ca. 70-80%. Dies kann durch manuelles Sprühen oder durch eine Beregnungsanlage erzielt werden. Die mittlere Luftfeuchtigkeit sollte ca. bei 60% liegen. Zusätzlich kann auch ein Vernebler angebracht werden. Hierbei muss jedoch auf Hygiene geachtet werden, sonst wird er zur Bakterienschleuder. Die Tiere haben einen vergleichsweise hohen Flüssigkeitsbedarf und decken diesen nicht durch Trinken aus Wasserschalen. Die Tiere nehmen die Flüssigkeit, die sie benötigen, auf, indem sie tropfendes Wasser lecken. Hierbei empfiehlt sich, eine Tropfanlage im Terrarium zu installieren. Wir sind jedoch dazu übergegangen, den Tieren mindestens 3x wöchentlich Wasser aus der Pipette anzubieten, welches auch begierig angenommen wird (siehe Reptiliengesundheit). Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit kann es insbesondere zu Häutungsproblemen an den empfindlichen Saumfingern kommen. Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann zu Gicht und letztendlich zu Nierenversagen führen. Dazu mehr im Punkt Reptiliengesundheit.
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Nahrung
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Die Tiere ernähren sich in der Natur zum Großteil von „Häuschen-Schnecken“. Diese Nahrungsquelle ist von zweierlei Bedeutung: Zum einen besitzen die Schnecken einen hohen Wassergehalt, was wieder-um Chamäeleolis barbatus hilft, einen großen Teil seines Wasserbedarfs durch sein Futter zu decken. Zum zweiten haben diese Schnecken einen hohen Kalziumanteil, der für die Tiere lebensnotwendig ist (Reptiliengesundheit). Da die Schnecke selbst schon viel Kalzium liefert, wird ein Großteil der Schale wieder ausgespuckt und nicht mit aufgenommen. Es ist sehr wichtig, dass man die Tiere ausreichend mit Schnecken füttert, da sich sonst durch Fehlernährung Krankheiten einstellen können. Zur Abwechslung oder wenn keine Schnecken zu finden sind (z. B. im Winter), werden auch alle Arten von Futterinsekten wie z. B. Heuschrecken, Grillen und Schaben gerne angenommen. Ab und zu können auch nestjunge Mäuse angeboten werden. Auch kleingeschnittene Hühnerherzen (angegart in der Mikrowelle) werden gern genommen. Die Tiere lieben Banane und anderes süßes Obst. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass diese Nahrung nicht zu oft gegeben wird, da sich nachweislich (wissenschaftliche Studien) Fruchtzuckergehalt auch stark auf die Vermehrung von Flagellaten und anderen Darmparasiten auswirkt (Reptiliengesundheit).
Da die Tiere einen besonders hohen Kalziumbedarf haben, muss Fleisch bzw. die Insekten ausreichend mit geriebener Sepiaschale bzw. Vitaminpräparat bestäubt werden. Sepiaschale ist auch sehr wichtig für das ausgeglichene Kalzium-Phosphor-Verhältnis der Nahrung. Dazu mehr im Punkt Reptiliengesundheit/Nahrung
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Innerartliche Vergesellschaftung
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Paarhaltung
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Im Frühjahr ist der Paarungsdruck seitens der Männchen sehr hoch. Wie schon beim Punkt Terrariumgröße beschrieben, lebt Chamaeleolis barbatus in der Natur solitär. Daher kann es sein, dass eine Paarhaltung nur für eine Zeit von einigen Monaten im Jahr möglich ist. Die Weibchen versuchen nach einiger Zeit, dem ständig balzenden Männchen zu entkommen. Haben sie dazu nicht die Möglichkeit (d. h. sie werden nicht in ein eigenes Terrarium gesetzt), kann das Immunsystem der Tiere unter dem Dauerstress leiden. Dies kann zu Krankheiten bis hin zum Tod der Tiere führen (siehe Reptiliengesundheit). Um die Weibchen zu schützen, gibt es kein Patentrezept, d. h. wie so oft ist auch hier die Beobachtung der Pfleglinge unerlässlich. Anzeichen für Probleme sind z. B. wenn das das Weibchen immer im Versteck sitzt, sich auf den Terrarienboden flüchtet oder eine blutige Schnauze hat, weil es versucht, aus dem Terrarium zu gelangen. Auch dauerhafte ungewöhnlich starke Schwarzfärbung (Stressfärbung) der Weibchen, Futterverweigerung bzw. Abmagerung sind Signale, dass etwas nicht stimmt. Übrigens können die Männchen durch die dauernde Präsenz der Weibchen ebenfalls erkranken, da ihr natürlicher Trieb sie andauernd zum Balzen und Paaren zwingt. Ein Richtwert für die Vergesellschaftung ist 1,1 (siehe auch Vergesellschaftungsmethoden der Rubrik Tipps und Tricks). Wird ein solches Verhalten über einen längeren Zeitraum beobachtet, sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen (siehe Tipps und Tricks). Ignorieren von Stress-Symptomen oder verspätetes Eingreifen kann fatale Folgen haben (siehe Reptiliengesundheit).
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