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Das Thema der Reptiliengesundheit bzw. der Reptilienerkrankungen vielseitig und auch noch längst nicht umfassend erforscht. Wir wollen uns deshalb im Rahmen dieser Website nur auf häufig auftretende Erkrankungen beschränken, welche für die Arten, die wir selbst pflegen zum Problem werden können. Es sei schon an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass nach Aussage von Reptilienveterinären ca. 70% der Erkrankungen sehr spät oder aber zu spät erkannt und behandelt werden. Es ist daher immer anzuraten, bei ungewöhnlichen Veränderungen des Verhaltens oder körperlicher Funktionen /Strukturen so bald wie möglich einen fachkundigen Tierarzt aufzusuchen.
Ein sehr wichtiger Punkt bei diesem Thema ist die Verhinderung von Krankheiten bei Reptilien also, die Prävention: „vorbeugen ist besser als heilen“. Und dies gilt im besonderen Maße bei Reptilien, da - wie oben erwähnt - viele Reptilienerkrankungen
- noch nicht erforscht sind.
- wenn Symptome einer Erkrankung zu erkennen sind, es zum Teil schon zu spät für eine Behandlung ist
- das Immunsystem des Tieres der beste Schutz vor Krankheiten ist.
Bevor wir zu häufig auftretenden Krankheiten eingehen, sollen hier zunächst Maßnahmen zur die Prävention beschrieben werden.
Prävention
Für die Prävention von Reptilienkrankheiten sind vier Aspekte von Bedeutung.
I. Quarantäne von kranken Tieren oder „Neuzugängen“
II. Kontrolle
III. Hygiene
IV. Haltungsbedingungen
I. Quarantäne von kranken Tieren oder „Neuzugängen“
Man kann sich und seinen Terrarientieren viele Probleme ersparen, indem man Tiere, die man neu erworben hat, nicht sofort in das Becken gibt, in dem der bisherige (hoffentlich gesunde) Tierbestand lebt. Der „Neuzugang“ sollte zuerst in ein Quarantänebecken gegeben werden. Dort müssen die Umweltbedingungen, die das Tier benötigt, natürlich trotzdem Vorhanden sein (Licht, Wärme, Versteckmöglichkeiten, Luftfeuchtigkeit usw…). Man verwendet zur Ausstattung eines Quarantänebeckens jedoch am besten Dinge, welche entweder leicht zu reinigen sind (z. B. Plastik, Keramik) oder Ausstattungsgegenstände, welche man problemlos nach der Quarantänezeit in den Müll geben kann (z. B. Schuhkarton als Versteckmöglichkeit, Steine zu Klettern).Als „Bodengrund“ empfiehlt sich Zeitungspapier oder Küchentücher.
Ist das Tier im Quarantänebecken untergebracht, kann das Verhalten des Tieres über längere Zeit gut beobachtet werden (ist es agil oder apathisch, frisst es usw.). Weiterhin sollte das Tier von einem auf Reptilien spezialisierten Tierarzt untersucht werden. Am besten bringt man zu so einer Untersuchung eine relativ frische Kotprobe mit, (nicht älter als 24h, in einem kleinen Gefäß feucht gehalten und bei ca. 10°C gelagert), damit diese auf Parasiten untersucht werden kann. Wenn die ärztliche Untersuchung keinen Befund zeigt, sollte die Quarantänedauer mindestens 4 Wochen betragen. Wurde eine ansteckende Krankheit diagnostiziert wird, diese am besten im Quarantänebecken behandelt. Während der Behandlungszeit sollte das Zeitungspapier jeden Tag gewechselt werden. Sämtliche Gebrauchsgegenstände wie Futterpinzette, Fressnapf und Wasserschüssel dürfen nicht für die normale Terrarien verwenden, bevor sie entsprechend gereinigt wurden (Desinfektionsmittel, Kochen oder im Backofen erhitzen). Die Quarantäne sollte frühestens 4 Wochen nach der erfolgreichen Behandlung beendet werden. Weitere Info´s wie man das Quarantänebecken sauber hält, findet ihr im dritten Punkt Hygiene.
II. Kontrolle
Ein weiterer Punkt in der Prävention von Krankheiten ist die regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustands des Tieres bei einem Tierarzt (unbedingt darauf achten, dass es ein Facharzt für Reptilien ist). Bei anderen Haustieren wie z. B. Hund und Katze wird eine solche Untersuchung meist routinemäßig ca. 1x im Jahr durchgeführt. Viele Krankheiten können durch so eine Untersuchung im Frühstadium und ohne dass sie großen Schaden angerichtet haben, erkannt und geheilt werden. Beispiele hierfür sind Ekto- oder Endoparasiten, Fettleber, Nierenfunktionsstörungen, Nährstoffmangel, UV-Mangel oder UV-Verbrennungen usw. Wenn bei einer Routineuntersuchung eine ansteckende Krankheit (z. B. Darmparasiten) diagnostiziert wurde, gibt man das Tier am besten nicht zurück in sein Terrarium, sondern führt die Behandlung in einem Quarantäneterrarium, wie oben beschrieben, durch.
III. Hygiene
Für ein einwandfreies und gesundes Terrarium ist ein Mindestmaß an Hygiene unerlässlich, denn Dinge, die für den menschlichen Organismus unschädlich sind, können bei Reptilien im Terrarium verheerende Folgen haben, vor allem wenn durch mangelnde Hygiene ein Übermaß an Keimen jeglicher Art im Terrarium anhäuft. Viele Krankheiten von Reptilien sind einfach zu vermeiden, wenn der Halter mit sehr einfachen Mitteln für Sauberkeit sorgt.
Wichtige Hygienemaßnahmen
Zu den regelmäßigen Aufgaben eines Reptilienhalters gehört neben der Fütterung die Säuberung des Terrarium. Je nach Art sollte dies täglich ( z.B. Bartagamen) oder aber zumindest 1x wöchentlich erfolgen. Dazu gehört vor allen Dingen die Entfernung vom Kot und Urin der Tiere. Dazu gibt es Werkzeuge (Siebschaufel u.ä.), mit denen man den verklumpten und verschmutzten Sand aussieben kann. Ist man nicht sicher, dass die Tiere in allen Terrarien parasitenfrei sind, ist es sehr anzuraten, für jedes Terrarium eine separate Schaufel zu verwenden, da sonst in Windeseile die Parasiten im gesamten Bestand verbreitet sind. Täglich sollten auch die Futter- und Wasserschalen mit heißem Wasser gereinigt werden. Auch das Entfernen von Futter- und Häutungsreste sollten zu der täglichen Pflegeroutine gehören.
Werkzeuge, mit denen direkt im Terrarium gearbeitet wird, oder auch Gegenstände im Terrarium, müssen regelmäßig und gründlich mit den geeigneten Mitteln gereinigt werden. Um das Problem unbekannter, giftiger Chemikalien in den in Reinigungsflüssigkeiten zu umgehen (die ebenso fatal für die Gesundheit der Tiere sein können), kann kochendes Wasser zur Desinfektion verwendet werden. Holz, Kork und Keramik kann nach gründlicher Säuberung unter Wasser im Backofen bei 150 Grad für 30 Min. erhitzt werden. Für die Reinigung/Desinfektion von („leeren“) Terrarien hat es sich bewährt, nach gründlichem Einsprühen mit alkoholhaltigen Desinfektionsmittel und einer Einwirkzeit von mind. 5 Minuten das gesamte Terrarium mit einem Dampfstrahlgerät zu behandeln (z.B. von Kärcher). Liegt eine Kontamination mit gefährlichen Keimen (z.B. Kokzidien, Viren) sollte zu bewährten (aber auch gesundheitsschädlichen) Chemikalien zur Sanierung von Terrarien gegriffen werden. Hierbei sind einige Dinge zu beachten, und wir empfehlen daher die Lektüre des entsprechenden Abschnittes im Buch „Parasitologie bei Schlangen, Echsen und Schildkröten“ Paul Schneller und Nikola Pantchev.
Mindestens zweimal jährlich sollte der Bodengrund ausgewechselt werden, bei starker Verschmutzung auch häufiger. Für Regenwaldterrarien hat es sich bewährt, dem Bodengrund kleine Asseln zuzusetzen, die für die Zersetzung von Kot und anderen organischen Material sorgen.
IV. Haltungsbedingungen
Wie oben bereits erwähnt, ist ein gutes Immunsystem der beste Schutz vor Reptilien- erkrankungen. Das Immunsystem der Reptilien in der Terrarienhaltung wird sehr stark von den Haltungsbedingungen beeinflusst. Die folgenden 4 Punkte die man als Reptilienhalter beachten muss, nehmen alle direkten Einfluss auf das Immunsystem von Reptilien.
1. Ernährung
Das Immunsystem eines jeden Tieres und auch des Menschen ist abhängig davon, ob es alle Stoffe, die es zu seiner Funktionsfähigkeit braucht, auch erhält. Der Großteil dieser Stoffe wird über die Nahrung aufgenommen.
ð Futterinsekten immer gut und ausreichend lange vor dem verfüttern mit Früchten, Wiesenkräutern und Trockenfutter versorgen. Nur was die Insekten an wichtigen Nährstoffen aufgenommen haben, steht dem Reptil nachher auch zur Verfügung
ð Sehr wichtig für eine gesunde und reptiliengerechte Ernährung ist auch das Verhältnis von Kalzium (Ca) und Phosphor (P) (zwei lebenswichtige, chemische Elemente) des Futters. Dieses sollte etwa 1,2:1 (Ca:P ) betragen. Nehmen die Tiere zuviel Phosphor auf, kommt es zu einem Abbau von Kalzium aus den Knochen. Kalziummangel kann auch dazu beitragen, dass sich Flagellaten (Darmparasiten) stark vermehren und zu Darmentzündungen führen. Eine Auswahl der geeigneten pflanzlichen Kost verhindert, dass Kalzium den Knochen durch einen Phosphor-Überschuss entzogen wird. Außerdem sollte den Reptilien immer Kalzium in Form von z.B. zerraspelter Sepiaschale im Terrarium zur Verfügung stehen. Futtertiere sollten zudem mit einem Vitaminpräparat, das i.d.R. sowohl Kalzium als auch Vitamin D3 enthält, bestäubt werden, um das ungünstige Ca:P-Verhältnis der Futtertiere auszugleichen. Sollte es bereits zu rachitischen Symptomen gekommen sein (Fach-Veterinär!), ist die Ernährung strikt auf etwa doppelt soviel Kalzium wie Phosphor umzustellen.
ð Reptilien, welche im sich im adulten Stadium in der Natur in größeren Teilen pflanzlich ernähren (z. B. Bartagame) nicht zu häufig mit Insekten füttern (auch wenn sie diese lieber fressen als Gemüse), sonst droht nicht nur eine Leberverfettung, sondern das Immunsystem des Tieres wird auch stark in Mitleidenschaft gezogen. Dasselbe gilt für bestimmte Waranarten (z. B. Steppenwaran). Wird dieser aus Kostengründen und Bequemlichkeit nur mit Fleischstücken oder Mäusen gefüttert (statt die Ernährung mindestens zu 50% durch Insekten sicherzustellen), kommt es auch hier zur Fettleber und den oben erwähnten schlechten Einfluss auf das Immunsystem.
ð Insgesamt ist auf eine ausgewogenen Ernährung (die sich natürlich von Spezies zu Spezies unterscheidet) und was die Häufigkeit angeht, eine angemessene Fütterung zu achten. Man sollte dabei immer beachten, dass Reptilien als wechselwarme (ektotherme/poikilotherme) Tiere eine andere Physiologie als Säugetiere besitzen.
2. Beleuchtung
Das natürliche Sonnenlicht beeinflusst das Immunsystem der Reptilien direkt über drei verschiedene Wege.
ð Die Wahrnehmung über den Sehsinn
Da Reptilien in der Lage sind, über ein viel größeres Spektrum zu sehen als der Mensch, muss dieses im Terrarium über verschiedene Lampensysteme erzeugt werden. Der Sehsinn gibt seine Informationen direkt an das Zentrale Nervensystem weiter, welches wiederum das Immunsystem beeinflusst. Wenn wir z. B. über lange Zeit nur „grau in grau“ sehen, werden wir krank, ähnlich geht es Reptilien, die nicht das gesamte Lichtspektrum zur Verfügung haben, dass Sie benötigen. Studien haben gezeigt, dass viele Reptilienarten in der Lage sind Licht im UV-A-Bereich (320 - 400 nm) wahrzunehmen. Licht im UV-A Bereich wirkt sich förderlich auf den Appetit von Reptilien aus. Außerdem hat man bei einigen Echsenarten entdeckt, dass sie ultraviolettes Licht reflektierende Muster auf der Haut haben, welche das Paarungs-verhalten anregen.
ð Die Bestrahlung der Haut (kurzwelliges UV-B Licht der Wellenlänge 290-320 nm)
Die meisten Reptilien müssen über die Haut ultraviolettes Licht einer bestimmten Wellenlänge, genannt UV-B (290-320 nm) aufnehmen. Dies ist nicht nur für ein funktionierendes Immunsystem bei den Reptilien verantwortlich, sondern auch um Vitamin D3 zu bilden. Vitamin D3 ist notwendig für die Verwertung von Kalzium, welches ein zentrales Mineral (nicht nur) im Stoffwechsel der Reptilien ist. Zum Beispiel kann eine durch UV-Licht Mangel hervorgerufene verminderte Kalziumaufnahme bei Reptilien deren Immunsystem derart schwächen, dass es zu einem drastischen Anstieg von Flagellaten(parasitäre Einzeller) im Darm kommt. Im Besonderen wird Vitamin D3 aber zur Entwicklung der Knochen benötigt, und bei trächtigen Weibchen zur Bildung der Eischale.
Eine der am häufigsten durch Vitamin D3 Mangel hervorgerufenen Krankheiten ist die Rachitis. Hierbei kommt es durch zu wenig Kalkeinlagerungen in den Knochen zu Knochenerweichung und irreparablen Verkrümmungen der Knochen, insbesondere der Wirbelsäule, aber auch der Kiefer- oder Gliederknochen. Trächtige Weibchen ziehen bei einem Kalziummangel das für das für die Eihülle des Geleges benötige Kalzium aus ihren eigenen Knochen, wobei es zwangsläufig wiederum zu einer Knochenerweichung kommt.
ð Die Aufnahme der Wärme in den Körper (langwelliges Infrarotlicht)
Haben die wechselwarmen Reptilien nicht die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, hat das einerseits zur Folge, dass sie ihr Futter nicht ausreichend zu verdauen können, andererseits funktioniert auch ihr Immunsystem im abgekühlten Zustand weniger gut. Es muss also auch im Hinblick auf das Immunsystem darauf geachtet werden, dass genug Wärmespots für die Tiere zur Verfügung stehen. Auf wenn die Tiere nicht mehr die Möglichkeit haben sich abzukühlen, leidet ebenso die Physiologie des Tieres, und es kommt zum Stressverhalten. Herrschen über einen längeren Zeitraum unpassende Lebensbedingungen, führt das über kurz oder lang zum Tod des Tieres (Maladaptationssyndrom).
3. Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Wie bereits oben erwähnt, kann das paraspezifische wie auch das spezifische Immunsystem der Reptilien nur funktionieren, wenn die Wärmeverteilung im Terrarium der in natürlichen Habitaten möglichst ähnlich ist. Konkret gesagt, kann die Bildung von beispielsweise Granulozyten oder Makrophagen nur einwandfrei funktionieren, wenn das Tier die Möglichkeit hat, seine Körpertemperatur optimal zu regulieren. Obwohl das Reptilienimmunsystem im Vergleich zu den Säugetieren stärker paraspezifisch angelegt ist, zeigen sie auch eine B- und T-Zellimmunantwort durch das spezifische Immunsystem. Diese spezifische Immunantwort sowie die Reifung von Antikörpern (bei Reptilien z. B. IgY und IgM) ist ebenfalls abhängig davon, ob dem Tier ausreichend die Möglichkeit zur Verfügung seine tageszeitlich bedingte Vorzugskörpertemperatur zu erreichen.
Die auf das Tier abgestimmte Luftfeuchtigkeit im Terrarium ist wichtig für die Schleimhäute und die Schuppenhaut der Tiere. Diese haben eine wichtige Barrierefunktion für das Immunsystem. Sind sie intakt, bewirken sie – wie auch bei uns Menschen – Keime aller Art abzuwehren bzw. verhindern, dass diese in den Körper des Tieres eindringen. Außerdem sind sie von einer Keimflora besiedelt, welche zusätzlich dafür sorgt, dass sich keine pathogenen Erreger ansiedeln können. Zusätzliches „UV-Baden“ tötet pathogene, also krankmachende, Erreger ab, die sich auf der Schuppenhaut befinden. Die Schleimhäute mit ihrer Makro- und Mikromotorik in Darm, Augen und den Atemwegen verhindern ebenfalls, dass Keime in den Körper eindringen können und fördern deren Ausscheidung.
Ist es daher im Terrarium zu feucht oder zu trocken, kann es zum Beispiel zu Häutungs-problemen kommen. An den Stellen, an denen sich die alte Reptilienhaut nicht gut ablösen kann, dringen oft Bakterien oder Pilze ein, wodurch es zu entzündlichen Reaktionen kommt. Trocknen z. B. die Schleimhäute der Lunge bzw. der Augen zu sehr aus, kommt es zu Atemwegs- bzw. Augeninfektionen.
Es sei hier jedoch davor gewahrt, die Luftfeuchtigkeit hochzuhalten, auf Kosten der Luftzirkulation. Ein warmes Terrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit und quasi „stehender Luft“ ist der optimale Brutherd für Bakterien, Pilze und pathogene eukaryonte Einzeller. Besser ist es, für ausreichend Bepflanzung zu sorgen und häufiger zu sprühen. Durch die natürliche Verdunstung der Pflanzen und deren große Blattoberfläche (von der die aufgesprühte Feuchtigkeit gut verdunsten kann) entsteht auch bei ausreichender Luftzirkulation genügend Luftfeuchtigkeit.
4. Terrariengröße und Ausstattung
Die Beckengröße und deren Einrichtung hat unter anderem auch einen Einfluss auf das Immunsystem der Reptilien und damit auf deren Gesundheit. Bei falscher bzw. nicht artgerechter Einrichtung des Terrariums (z. B. keine Versteckmöglichkeiten, fehlende Klettermöglichkeit, fehlende Möglichkeit zum Graben usw.) steht das Tier unter großem Stress. Bei einer dauerhafte Stresseinwirkung wird das Immunsystem des Reptils geschwächt. In der Folge erkrankt das Tier. Stressoren für Reptilien können die Vergesellschaftung untereinander unverträglicher Arten, unsachgemäße Geschlechterzu- sammensetzung oder auch eine unruhige Umgebung sein. Ständiges Herausnehmen und Umherreichen verursacht bei instinktiv handelnden Fluchttieren sogar enormen Stress. Man muss sich vorstellen, dass diese Tiere in der Natur nur von Fressfeinden angehoben werden. Schlangen und Schildkröten hungern unter Stress bis zum Ableben, Chamäleons verfärben sich grau und sterben innerhalb von Stunden.
Mehr zum Immunsystem bei Reptilien findet ihr in der Dissertation von Dr. Henry Brames (www.edoc.ub.uni-muenchen.de)
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