Terrarium

Größe

Obwohl Hardune nicht zu den großen Agamenarten zählen, sollte man ihnen, aufgrund ihres großen Bewegungsdranges, ein Becken mit den Mindestmaßen von 120 x 60 x 80 cm (BxTxH) zur Verfügung stellen.

 

Ausstattung

Wichtig ist eine felsig gestaltete Rückwand, da die Laudakia stellio salehi gut und gerne klettern. Es sollten genügend Höhlen und Spalten vorhanden sein, in welche sich die Tiere zurückziehen können. Kletteräste mit nicht zu glatter Oberfläche werden auch sehr gerne angenommen. Als Bodengrund schlagen wir ein Sand oder ein Sand-Lehm-Gemisch vor, um ein zur Eiablage grabfähiges Substrat zu schaffen. Eine Trinkschale darf natürlich auch nicht fehlen. Da sich die Tiere auch vegetarisch ernähren, sollte ein Schälchen vorhanden sein, in welchem der Salat etc. gereicht werden kann. Das Futter auf keinen Fall direkt in den Sand legen (siehe Reptiliengesundheit).

 

Heizung & Licht

Da Hardune sehr heliophile, also Sonnlicht liebende Echsen sind, ist eine hochwertige Beleuchtung äußerst wichtig. Die notwendige Helligkeit kann durch HQI – Strahler und / oder T5 – Leuchtstoffröhren erreicht werden. Mittels Lucky Reptile Halogen Bright Sun Desert 70 Watt können Sonnenplätze erzeugt werden. Diese Lampen dienen gleichzeitig als UV-Licht Quelle. (Hitze-Schutzgitter nicht vergessen und bei UV-Licht abgebenden Lampen bei der Anbringung Mindestabstand zum Tier beachten).

Klima

Temperatur

Die mittlere Temperatur im Becken sollte ca. 30°C betragen. An den Sonnenplätzen unter den Spot-lampen können lokal durchaus Temperaturen von bis zu 55°C erzeugt werden. Man muss darauf achten, dass sich die Tiere in kühlere Höhlen und Spalten zurückziehen können, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Die oben beschriebe Art von Beleuchtung reicht normalerweise auch als Wärmequelle aus. Heizsteine werden jedoch auch sehr gerne angenommen. Man kann unter die Spotlampen Sandstein legen, welcher sich mit der Bestrahlungs-dauer gut aufheizt. Schwarze Schieferplatten werden bei direkter Bestrahlung zu heiß. Nachts kann die Temperatur auf Zimmertemperatur absinken.

 

Feuchtigkeits- bedürfnis/Trinken

Tagsüber sollte die relative Luftfeuchte ca. 30% betragen. Man sollte im Terrarium 1x täglich leicht sprühen. Damit die Tiere ihren Flüssigkeitsbedarf decken können, muss eine Wasserschale aufgestellt werden. Hierbei empfiehlt es sich, diese so groß zu wählen, dass sich die Tiere auch hineinsetzen können, da sie wie viele Reptilien auch in der Lage sind, Flüssigkeit über die Kloake aufzunehmen. Wird morgens gesprüht, kann es auch vorkommen, dass die Tiere die Feuchtigkeit von einem Stein lecken. Wir pipettieren den Tieren ab und zu (am besten wenn sie gerade ein Insekt verspeisen) etwas Wasser ange-reichert mit ein wenig wasserlöslichem Vitaminpräparat ins Maul, welches sie sehr gerne trinken.

Nahrung

           

Die Tiere fressen alle Arten von Futterinsekten wie z. B. Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Schaben usw. Mehlwürmer werden auch sehr gerne angenommen, wobei man darauf achten sollte, diese nur ab und zu anzubieten, da sie einen hohen Fett-, aber geringen Nährstoffgehalt besitzen. Außerdem nehmen die Tiere allerlei vegetarische Nahrung zu sich wie Salat, Löwenzahnblätter, Klee, geraspelte Möhre usw. Wir bieten jeden Tag einen „Gemüseteller“ an (das Futter bitte nicht direkt in den Sand, sondern in eine extra Schale legen, siehe Repti- liengesundheit), und füttern die Tiere an 3 Tagen in der Woche zusätzlich mit Insekten. Wie bei allen Reptilien ist hier auch zu beachten, dass die Insekten mit Sepiaschale bzw. Vitaminpräparat bestäubt werden. Sepiaschale ist auch sehr wichtig für das ausgeglichene Kalzium-Phosphor Verhältnis der Nahrung. Dazu mehr im Punkt Reptiliengesundheit/ Nahrung.

Innerartliche Vergesellschaftung

Paarhaltung

Die Tiere sollten nicht alleine gehalten werden. Eine Gruppe von einem Männchen mit zwei bis vier Weibchen (abhängig von der Terrariengröße) kann zusammen in einem Becken leben. Mehrere Männchen akzeptieren sich nicht in einem Terrarium.